Monster im Fahrradladen

Der zweite Versuch unsere Fahrräder abzuholen:

Marco Fahrrad war noch nicht fertig – sie hätten schließlich angerufen uns aber nicht erreicht (ha, ha, ha, wir haben eine Telefonanlage und die merkt sich alles). Dass ich mit einem Typ vom Laden Freitag eine halbe Stunde telefoniert habe um zu erfahren wann die Fahrräder fertig sind wusste keiner (bestimmt habe ich woanders angerufen…).

Naja: Dann kam der fremde Brummer mit dunklen Haaren und herben Dialekt. Sie grabscht sich Nicolas, wirbelt ihn durch die Luft, er schreit wie am Spieß, sie hört trotzdem nicht auf und ich bin erstarrt anstatt mein Kind vor dieser furchtbaren Person zu retten.

Wir bekommen endlich mein Fahrrad mit dem Kindersitz (ohne Anleitung natürlich) und verkrümeln uns so weit weg wie möglich von der Fahrradfachverkäuferin unseres Grauens auf dem Parkplatz vor dem Laden. Nicolas hatte sich wieder beruhigt und wollte unbedingt in den Fahrradsitz! Ein Glück! Also setzen wir ihn rein und freuen uns, dass er hinein will, schnallen ihn fest UND schon steht das Monster plötzlich wieder da (ich versteh gar nicht wie sie sich unbemerkt anpirschen konnte) und fängt an ihn in den Bauch und in die Oberschenkel zu knuffen. Nicolas schrie wie verrückt – schließlich war er schon festgeschnallt und konnte sich nicht wehren! Ich befreite den Ärmsten so schnell ich konnte -ohne ihm die Füße abzureißen- aus seinem Sitz und rannte mit ihm von dem Monster weg auf die Straße.  In seinen neuen Sitz wollte er natürlich nichts mehr wissen.

Wir haben solche Angst vor dem nächsten Zwangsbesuch in diesem Laden. Was machen wir nur, wenn das Monster wieder da ist? Aber wir können denen ja schlecht Marcos Fahrrad schenken, nur um einer erneuten Begegnung aus dem Weg zu gehen. Oder?

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